Zwei Wege führen zum richtigen Zündzeitpunkt, und der schönere ist die Blitzpistole. Sie hängt am Zündkabel und blitzt genau dann, wenn der Funke überspringt — dadurch steht das drehende Polrad im Blitzlicht scheinbar still und du liest am laufenden Motor direkt ab, wann gezündet wird. Diese Seite führt Schritt für Schritt hindurch: den oberen Totpunkt mit dem Kolbenstopper bestimmen, die Gradzahl über den Polradumfang in Millimeter umrechnen, beide Marken hell nachziehen, die Lampe an eine 12-Volt-Batterie hängen (auch bei einer 6-Volt-Vespa) und den Aufnehmer mit dem Pfeil Richtung Kerze ans Zündkabel klemmen. Abgelesen wird bei rund 2.000 Umdrehungen am warmen Motor, nachgestellt über die Zündgrundplatte: mit der Drehrichtung wird es später, dagegen früher. Bei einer Zündung mit variabler Verstellung wandert die Marke beim Gasgeben — das ist gewollt, und nur mit der Blitzpistole überhaupt zu sehen. Das Anzeichnen wird deutlich einfacher mit einer Gradscheibe oder einem digitalen Gradmesser: Beide werden am Motor montiert, am oberen Totpunkt auf null gesetzt und zeigen den Winkel direkt an — das Umrechnen in Millimeter entfällt, und der digitale misst nebenbei die Steuerzeiten. Wer keine Blitzpistole hat, stellt statisch ein: mit Prüflampe und Kolbenstopper bei stehendem Motor, was bei fester Kontaktzündung auf dasselbe hinausläuft. Dazu der Kontaktabstand von 0,4 mm und die ZZP-Sollwerte für V50, VBB, Sprint, GS, SS und PX.
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